Bergmannsverein „Glückauf“ Neuhof 1907 e.V.

Ökumenische Bergmannsdankandacht des Neuhofer Bergmannsverein

- Erntedankfest -

Der Neuhofer Bergmannsverein richtete seine ökumenische Bergmannsdankandacht wieder traditionell in der evangelischen Kirche in Neuhof aus.

Abordnungen der Bergmannsvereine aus Ehrenfriedersdorf, Borken, Heringen, sowie Vertreter des Hessischen Landesverbandes, unter Ihnen der Vorsitzende Dieter Guderjahn, boten in ihren feierlichen Trachten einen farbenfrohen und würdigen Rahmen.

Die Ehrenmitglieder Ferdinand Kehr, Oskar Schneider mit Gattin, sowie Willi Möslein mit Gattin wohnten der Andacht bei.

Martin Kress, unser neuer Neuhofer Ortsvorsteher, befand sich ebenfalls unter den Gästen in der vollbesetzen Kirche.

Als Vertreter der K+S GmbH waren Herr Martin Ebeling (Werksleiter) mit Familie, Herr Dr. Stefan Weber (Leiter Produktion und Technik unter Tage), Herr Herbert Kress (Leiter Produktion unter Tage) mit Gattin, sowie Herr Gerhard Schäfer (Kfm. Leiter    i. Ruhestand und Ehrenmitglied des Bergmannsvereins) mit Gattin,

und Dieter Friedrich (Werksleiter i. R. ) mit Gattin der Einladung des Bergmannsvereins gefolgt.

Die Ausrichtung der Bergmannsdankandacht erfolgte durch die Geistlichkeiten Pfarrerin Frau Anke Möllecke, Kaplan Togar Pasaribu, Pfarrer i. R. Manfred Knieper, sowie den Kameraden Boris Vogel, Gerold Ihrig, Karl Krack und Richard Koch.

Kamerad Manfred Knieper (Ehrenmitglied des BV) ging in seiner Predigt unter anderem auf den Nutzen des Salzes ein.

Auszüge aus der Predigt:

Den Nutzen unserer Düngesalze kann wohl keiner- auch der ärgste Kritiker des Bergbaus – nicht bestreiten. Oder vielleicht doch? – Dann wären wir, so denke ich, den Hungerkatastrophen des 19. Jahrhunderts wieder sehr nahe.

Unser Salz wird gebraucht. Und es bringt Nutzen. Gott sei Dank!

Es ist ein Segen!

Ja, es ist ein Segen. Freilich kann es auch zum Fluch werden, wenn es verantwortungslos genutzt wird. Maßlos zum Beispiel. Im Abbau (mit Recht sprechen wir dann vom „Raubbau“). In der Anwendung „Mehr ist besser“. Aber von diesem Satz dürften sich auch die Landwirte verabschiedet haben.

Denn: zur Dankbarkeit gehört halt auch der verantwortliche Umgang mir den Gütern dieser Erde uns das Bedenken der Folgen. Wir reden von „Nachhaltigkeit“.

Nur dann ist der Umgang mit diesen Gütern der Erde ein Segen!

Man kann nicht Gott dienen und dem ungerechten Mammon, sagt Jesus einmal. Also, wenn ich einem anderen Gott diene. (hier: dem Geld). Das trifft auch hier!

Ausbeute ist kein Gott! Arbeit ist kein Gott!

Aber sie haben nach Gottes Willen ihren Nutzen. Und sie ermöglichen uns das Leben!

Unser Text aus der Bibel ist ein Teil eines großen Abschnitts (im 5. Buch Mose- Deuteronomium), in dem Mose dem Volk Israel die Gesetze Gottes verkündet. Damit es in der neuen Heimat nach dem Willen Gottes lebt und die Verheißungen Gottes empfängt. Wie es leben soll- und unter dem Segen Gottes auch kann. Es hat die Wahl: zwischen Segen und Fluch.

Als Bergmann?

Als Mensch, der dem Bergbau verbunden ist?

Als Mensch, der durch den Bergbau sein Ein- und Auskommen hat – ja, von dem er lebt?

Wie das in weiten Teilen unserer Region der Fall ist.

Und in der gesamten Fulda-Werra Region!

Ein christlicher Bergmann nimmt die Verantwortung ernst, die er damit auf sich nimmt mit dem, was er da tut: Wunden in den Berg schlagen und sich besonderen Gefahren auszusetzen und die Folgen seins Tuns zu bedenken.

Das alles hat ja auch immer seine dunkle Seite: Salzwässer sind ja nicht gerade ein Segen des Bergbaus. Wie andere Folgen auch nicht. Unsere Rückstandsberge- so weiß sie auch leuchten mögen- und das „Land der weißen Berge“ ein positiv besetzter Begriff ist.

Es hat halt alles seinen Preis, wie man so sagt. Es braucht einen Einsatz.

Es gibt Lasten, die zu mindern und zu tragen sind.

Und ich darf und muss mich fragen:

Ist es das wert?

Und doch halte ich daran fest. Und ich darf wohl auch sagen: Halten wir daran fest!

Der Bergbau hat seinen Nutzen für uns (Arbeit und Brot), für unsere Gesellschaft (der Mineraldünger schafft die Voraussetzung für ein Leben ohne Hunger) und für die Welt - damit nicht nur ich genug zu essen haben.

….

Der Monte – Kali Bergmannschor unter Leitung von Frau Evelyn Bischof stellte sein Können gewohnt sicher und mit großer Hingabe unter Beweis.

Die Darbietungen wurden mit langanhaltendem Applaus bedacht!

Kamerad Boris Vogel in Funktion des 2. Vorsitzenden des Neuhofer Bergmannsvereins bedankte sich bei den Geistlichkeiten für die Ausrichtung der Andacht und den Kameraden die an der Andacht mitgewirkt haben, sowie bei allen Helfern die zum Gelingen beigetragen haben.

Im Anschluss trafen sich die Kirchenbesucher im Vereinslokal „Alt Neuhof“ zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen ein.

 

 

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